08. März 2010
FT: Gemeinden sollen stärker kooperieren
Schney: Der FDP-Bezirksverband legte am Wochenende in Schney seine Marschrichtung fest. Das liberale Programm für Oberfrankens Zukunft heißt Bildungsstandort, Gesundheit, Familie, Tourismus.
Zwei Tage lang gingen auf Schloss Schney zwei Dutzend FDP-Mitglieder des Bezirks zur Bewertung von Oberfrankens Zukunftschancen in sich. Bei einer Pressekonferenz informierten am Samstag Thomas Hacker, Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag und FDP-Bezirksvorsitzender, sowie MdB und Bezirks-Vizevorsitzender Sebastian Körber über den künftigen Kurs.
Weil Oberfranken mit Ausnahme von Bamberg Abwanderungsgebiet ist, hält die FDP eine teilweise Umstrukturierung des ländlichen Raumes für angebracht. Die Folge: Öffentliche Einrichtungen müssen durch Bestandserhebung auf den Prüfstand. Schulen seien gefährdet, Schwimmbäder nicht mehr rentabel und Verkehrsnetze bedürften einiger Umleitungen in Richtung Lukrativität. „Weg vom Konkurrenzdenken“, forderte Körber mehr Kooperationen.
Kooperationseinheiten
Eine Gemeinde könne zum Beispiel das am stärksten frequentierte Schwimmbad, eine andere den Schulstandort, eine dritte die Turnhalle unterhalten. Als Größenordnung für solche Kooperationseinheiten nannten die FDP 5000 bis 7000 Bürger. Die Liberalen befassten sich auch mit „Oberfranken als Tourismus- und Gesundheitsstandort“. Hacker konnte sich vorstellen, eine weitere Technischen Universität in Nordbayern mit den vier bestehenden Hochschulen Oberfrankens und dem Gesundheitsstandort Oberfranken mit seinen Kliniken und Fachkliniken zu vernetzen. „Medizinische Versorgungsvielfalt als Tourismusfaktor! – Eine Idee, die in Schney geboren wurde“, so Hacker.
Die FDP verständigte sich zudem auf den Ausbau von B 173 sowie B 303, die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale und die Erweiterung der S-Bahn-Strecke Nürnberg–Bamberg um die Etappe Lichtenfels.
Fränkischer Tag, Bamberg, Seite 4, 08.03.2010
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